Viele Unternehmen werten ihre Zahlen in einem separaten BI-Werkzeug aus und pflegen daneben ihr ERP. Das bedeutet zwei Systeme, zwei Berechtigungswelten und ständigen Datenabgleich per Export. Dabei kann das ERP selbst zum vollwertigen BI-Werkzeug werden – mit Bordmitteln und ganz ohne Programmierung. Diese Reihe zeigt den kompletten Weg von den Rohdaten bis zum fertigen Dashboard.
Der rote Faden
In fünf aufeinander aufbauenden Schritten entsteht aus Rohdaten eine aussagekräftige und zugleich berechtigungsgerechte Auswertung. Jeder Schritt bekommt in dieser Reihe einen eigenen, ausführlichen Beitrag:
- Datenmodell verstehen – wie Daten in Odoo gespeichert und über Verknüpfungen zusammengehalten werden.
- Berechtigungen bis auf die Datenzeile – wer welche Zahl sehen darf, gesteuert über Gruppen, Zugriffsrechte und Datensatzregeln.
- Externe Daten importieren – wiederholbar, mit Feld-Mapping und externen IDs, ohne Dubletten.
- Auswerten – mit Liste, Pivot und Graph, inklusive Zeitraumvergleich auf Knopfdruck.
- Dashboard bauen – alle Kennzahlen zu einer Ansicht verdichten.
Warum integriert besser ist
Der entscheidende Vorteil liegt nicht in einer einzelnen Funktion, sondern im Wegfall der Reibung zwischen zwei Welten. Eine einzige Datenquelle, ein einziges Berechtigungssystem, Live-Daten statt nächtlichem Export – und per Klick geht es von der aggregierten Kennzahl direkt in den einzelnen Beleg. Die Gebietslogik (ein Vertreter sieht nur sein Gebiet, die Führungskraft alles) wird genau einmal gepflegt und gilt danach automatisch für jede Liste, jeden Pivot und jedes Dashboard.
So geht es weiter
In den folgenden vier Beiträgen dieser Reihe gehen wir jeden Schritt im Detail durch – mit konkreten Menüpfaden, Beispielen und den typischen Stolpersteinen. Den Anfang macht das Fundament: das Datenmodell.